Manchmal frage ich ich mich, warum es mir so viel leichter fällt, für eine bestimmte politische Einstellung zu werben, als für den christlichen Glauben zu missionieren. Ich bin nicht gegen Mission und kann es gut nachvollziehen, so begeistert zu sein, dass frau und man unbedingt den Glauben mitteilen und weitersagen. Ich bin nur gegen eine sich selbst christliche Mission nennende Bewegung, die gegen alles Fremde ist, anderen etwas überstülpen will, wozu sie nicht wirklich bereit sind oder gar die Taufe mit Gewalt erzwingt. Hoffentlich hat es so eine Mission nur in der Vergangenheit gegeben. Mir fehlt auch Verständnis für eine Mission, die den anderen erst Angst macht oder ein schlechtes Gewissen einredet. Vielleicht weil ich ohnehin immer Angst habe, mich verantwotlich fühle für das, was ich tue und unterlasse, und daher den Trost und die Hoffnung sowohl durch den Glauben als auch durch Menschen brauche. Natürlich sollen Mörder und Drogenabhängige und .... zur Umkehr bewegt werden. Aber hilft auch hier nicht eher die Botschaft, dass sie zunächst bedingungslos angenommen werden? Wie soll es denn möglich sein, wenn man und frau diese Botschaft angenommen hat, anders zu können, als von sich aus umzukehren und Buße tun zu wollen? Aus der Fähigkeit und dem Willen Gottes zu vergeben folgt doch nicht, dass man weiter so machen kann wie bisher und weiter sich selbst und anderen Menschen Schaden zufügt!
Als Jugendliche habe ich davon geträumt, in ein fremdes armes Land zu gehen und als Krankenschwester oder Lehrerin zu arbeiten oder gar in meiner Naivität den armen Leuten Handwerkskunst beizubringen, z. B. damit sie sich kleiden können. So wollte ich Vorbild sein (doch heute erkenne ich, ein wie schlechtes Vorbild ich bin und dass durch ihr vorbildhaftes Leben nur ganz wenige Christen andere zum christlichen Glauben bringen können) und nach meiner Motivation und Kraft gefragt, mit dem christlichen Glauben antworten. Dabei verstehen die meisten in den armen Ländern mehr von Handwerkskunst als wir. Hilfe für Nahrungsmittel, Trinkwasser, Energie, Gesundheit und Bildung werden immer noch gebraucht - unter anderem weil wir in Europa die Weltwirtschaft beherrschen, die natürlichen Ressourcen der Welt ausplündern und so wenig gegen die Diktatoren und Krieger in den armen Ländern tun und in die Schwellenländer wie China anscheinend auch die Umweltverschmutzung als Folge der Industrialisierung importieren. Individuelle Hilfe ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und beruhigt vor allem das eigene Gewissen und ist trotzdem unerlässlich, weil je größer diese Bewegung ist, desto größer ist die Chance, dass sich die Gesamtgesellschaft ändert.
Das Evangelium selbst - das Wort Gottes - ist der Grund zum Glauben, nicht unsere Versuche, Christus nachzufolgen.
Es ist auch wahr, dass Mission im eigenen Land anfangen kann, wo viele nur auf dem Papier Christen sind, ausgetreten sind (meist nur wegen Steuern, einige auch wegen Erlebnissen mit Vertretern der Kirchen) oder auch anderen Religionen angehören.
Als Jugendliche habe ich davon geträumt, in ein fremdes armes Land zu gehen und als Krankenschwester oder Lehrerin zu arbeiten oder gar in meiner Naivität den armen Leuten Handwerkskunst beizubringen, z. B. damit sie sich kleiden können. So wollte ich Vorbild sein (doch heute erkenne ich, ein wie schlechtes Vorbild ich bin und dass durch ihr vorbildhaftes Leben nur ganz wenige Christen andere zum christlichen Glauben bringen können) und nach meiner Motivation und Kraft gefragt, mit dem christlichen Glauben antworten. Dabei verstehen die meisten in den armen Ländern mehr von Handwerkskunst als wir. Hilfe für Nahrungsmittel, Trinkwasser, Energie, Gesundheit und Bildung werden immer noch gebraucht - unter anderem weil wir in Europa die Weltwirtschaft beherrschen, die natürlichen Ressourcen der Welt ausplündern und so wenig gegen die Diktatoren und Krieger in den armen Ländern tun und in die Schwellenländer wie China anscheinend auch die Umweltverschmutzung als Folge der Industrialisierung importieren. Individuelle Hilfe ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und beruhigt vor allem das eigene Gewissen und ist trotzdem unerlässlich, weil je größer diese Bewegung ist, desto größer ist die Chance, dass sich die Gesamtgesellschaft ändert.
Das Evangelium selbst - das Wort Gottes - ist der Grund zum Glauben, nicht unsere Versuche, Christus nachzufolgen.
Es ist auch wahr, dass Mission im eigenen Land anfangen kann, wo viele nur auf dem Papier Christen sind, ausgetreten sind (meist nur wegen Steuern, einige auch wegen Erlebnissen mit Vertretern der Kirchen) oder auch anderen Religionen angehören.
Ich denke, Mission ist heute in der Regel nicht mehr so wie früher, als Menschen die westliche Kultur übergestülpt wurde und sie erstmal Europäer werden mussten, um Christen zu werden. Im Gegenteil, man bindet heute grundsätzlich die einheimischen Kulturen mit ein. Im Übrigen ist Mission nur logisch - wenn man selbst der Ansicht ist, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist (und wenn man das nicht ist, darf man sich wohl kaum Christ nennen!), dann möchte man doch, dass andere Menschen diesen Weg ebenfalls finden. Über die beste Methode dafür kann man sich streiten, aber die Missionare, die ich kenne - und ich kenne einige! - passen sich sehr den Bedürfnissen der Leute an, mit denen sie es zu tun haben, egal, ob sie hier in Deutschland oder im Ausland arbeiten.
AntwortenLöschenAuf wwww.evangelium.de habe ich unter Weltmission einige gut ausgedrückte Gedanken zum Thema gefunden.
AntwortenLöschenIch frage mich ja selbst, warum ich so skeptisch zur Mission eingestellt bin, warum ich einlenke und sage, wichtig ist doch, zu versuchen, ein guter Mensch zu sein. Das dies genau nicht ausreicht und für mich selbst auch gar nicht so möglich zu erreichen ist, dass ich selbstzufrieden und selbstgerecht sein könnte, weiß ich doch. Warum scheue ich den Konflikt, noch bevor er entstanden ist?
In meinem Praktikum in der Altenpflege von Diakonissen habe ich einige kennengelernt, die noch von Ihrer Zeit in Südamerika ihre Kräfte nahmen, die genau die Zusammengehörigkeit von praktischer Nächstenliebe und Mission gelebt hatten.
"Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
AntwortenLöschenOhne lautere, demütige Liebe zum Entsender UND zu denen, welchen man in seinem Namen begegnet, verkehrte sich diese Mission in ihr Gegenteil.
Im Anderen nicht das OBJEKT sehen, an dem ein Auftrag zu vollführen wäre, sondern ein gleichwertiges SUBJEKT, dem man begegnet.
Geschwisterlichkeit nicht als MITTEL ZUM ZWECK der Bekehrung und auch nicht als verheißungsvolles Ziel, sondern Geschwisterlichkeit als von innen her zur Welt kommender LEBENSZWECK, Geschwisterlichkeit, die nicht nur dem Anderen etwas eröffnen will, sondern an sich schon für den Anderen offen ist und somit auch am Anderen und mit ihm und durch ihn sich entwickelt.
Geschwisterlichkeit LEBEN, nicht LEHREN.
LEBEN, und zwar mit der FRÖHLICHKEIT des Erlösten, mit der ZUVERSICHT des Glaubenden und mit der LIEBE des Geliebten.
Alles andere ist eitel.